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Infos zu den Plänen der Landesregierung (einfach anklicken, um zum gewünschten Artikel zu kommen)
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Hinzu kommt, dass die Schulzeit des Gymnasiums von bisher neu auf acht Jahre verkürzt werden soll. Gymnasiasten machen dann nicht mehr nach 13, sondern bereits nach 12 Jahren ihr Abitur. Gesamtschulen und Fachgymnasien sollen aber weiterhin das Abitur nach dreizehn Jahren anbieten. Der Zeitplan für die Umstellung sieht dabei folgendermaßen aus: Der jetzige 12. Jahrgang wird erstmals ein Zentralabitur in den Leistungskursfächern Deutsch, Französisch, Mathematik oder einer Naturwissenschaft schreiben. Voraussetzung ist aber, dass eines dieser Fächer als Prüfungsfach gewählt wird. Alle Schülerinnen und Schüler, die jetzt die neunte Klasse besuchen, werden als erste von dem neuen System der Profiloberstufe betroffen sein und 2011 ein Zentralabitur schreiben. Alle Grundschüler, die jetzt die dritte Klasse besuchen, machen - sofern sie anschließend das Gymnasium besuchen - das zwölfjährige Abitur. Zurück zur Übersicht Nach dem neuen Oberstufenkonzept würden mit Abschaffung der Leistungskurse das Niveau der Kurse gesenkt werden, da sich die Leistungsunterschiede in den Klassen extrem bemerkbar machen und somit begabtere Schülerinnen und Schüler unterfordert und schwächere übererfordert würden. Auch die Motivation mit der die Schüler in ihre Leistungskurse gehen, geht mit dem neuen Konzept verloren. Welcher Schüler freut sich schon auf ein Fach, das er nehmen muss, es ihm jedoch eigentlich gar nicht interessiert oder in dem er nicht besonders stark ist? Auch das Argument, dass durch mehr Mathe- und Deutschunterricht bestehende Mängel beim Rechnen bzw. Schreiben ausgeglichen würden, zählt nicht: Was in der Mittelstufe nicht an Rechtschreibkompetenz vermittelt wurde, kann auch in der Oberstufe nicht mehr eingeholt werden, schließlich müssen auch Realschüler nach der 10. Klasse in der Lage sein, fehlerfrei zu schreiben. Hinzu kommt, dass es sich beim Deutschunterricht in der Oberstufe um einen reinen Literaturunterricht handelt. Ebenfalls sollte man bedenken, dass die fehlende Möglichkeit der Schwerpunktsetzung die Interessenbildung auf die Hochschulen abwälzt. Studenten stellen dann möglicherweise erst während des Studiums fest, dass sie sich falsch entschieden haben und brechen ihr Studium ab. Die bereits jetzt hohe Zahl von Abbrechern würde sich so noch erhöhen und zusätzliche Kosten verursachen. Genau genommen kommen wir mit dem starren Unterricht im Klassenverband zurück in die Unterrichtsformen der 60er Jahre. Bedenken sollte man ebenfalls, dass zusätzliche Prüfungen nicht unbedingt ein höheres Niveau garantieren. Eine zusätzliche Prüfung am Ende einer zwölfjährigen Ausbildung hebt den Wissensstand der Schüler auch nicht. Zurück zur Übersicht Kritik an der Verkürzung der Gymnasialzeit auf acht Jahre Beim Abitur nach zwölf Jahren wird nichts am Unterrichtsstoff als solches geändert, sondern das "eingesparte" Schuljahr auf die restlichen verteilt. Angefangen vom 7. Schuljahr wird der Stundeplan mit zusätzlichen Stunden versehen, so dass Nachmittagsunterricht oder gegebenenfalls auch Sonnabendsunterricht kaum umgehbar sind. Die Verdichtung des Unterrichts führt dazu, dass schwächere Schüler es erheblich schwerer haben werden, das Abitur zu erreichen. Probleme gibt es auch für gute Realschüler, die auf ein Gymnasium wechseln möchten: Spätestens ab der 7. Klasse sind ihre Mitschüler auf den Gymnasien ihnen im Unterrichtstoff derart weit voraus, dass ein Schulwechsel fast unmöglich wird. Realschüler, die Abitur machen wollen, müssen also künftig erst ihren Realschulabschluss machen und dann auf eine Gesamtschule oder ein Fachgymnasium wechseln. Zurück zur Übersicht
Die Landesregierung verfolgt mit der Neuordnung der Oberstufe keine pädagogischen Ziele wie etwa die Verbesserung der Unterrichtsqualität oder des Leistungsniveaus. Erreicht werden soll mit der Reform vor allem ein Ziel: Es soll massiv Geld eingespart werden, denn das bisherige Kurssystem kostet Lehrerstellen und somit viel Geld. Das Land möchte also auf Kosten der Schülerinnen und Schüler im Bildungsbereich sparen. Aber genau das ist der falsche Weg: Eine gut funktionierendes Schulsystem ist die Basis für eine funktionierende Gesellschaft und sorgt dafür, dass viele gesellschaftliche Probleme erst gar nicht entstehen. Spart man an der Bildung, ist das, als würde man am Fundament eines Hauses sparen. Zurück zur Übersicht Eine gute Möglichkeit zur Erhaltung des Kurssystems und somit der Wahlfreiheit in der Oberstufe sind Oberstufenzentren. Sie ermöglichen es auch in Flächenländern wie Schleswig-Holstein, eine große Bandbreite an Leistungskursen anzubieten. Im Falle von Oberstufenzentren besuchen Schüler kein Gymnasium in der eigenen Stadt, sondern nehmen teilweise weitere Schulwege in Kauf, um eine größere Differenzierungsmöglichkeit zu haben. Dass dieses Modell durchaus funktionieren kann, zeigen die vielen Schülerinnen und Schüler, die täglich lange Strecken auf sich nehmen, um die nächstgelegene Gesamtschule zu erreichen. Zurück zur Übersicht |
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