|
|
|||||
|
Infos zu den Plänen der Landesregierung zur Einführung von Regional- und Gemeinschaftsschulen (Infos zur Reform der gymnasialen Oberstufe gibts hier) (einfach anklicken, um zum gewünschten Artikel zu kommen) Eine ausführliche PowerPoint-Präsentation findest du im Bereich "Material".
Spätestens zum Schuljahr 2010/2011 soll die schleswig-holsteinische Bildungslandschaft nach dem Willen der Landesregierung ganz anders aussehen: Um das zunehmende Image-Problem der Hauptschulen in den Griff zu bekommen, sollen sie mit den Realschulen zu sogennannten Regionalschulen zusammengeschlossen werden. In diesen Regionalschulen erfolgt dann der Unterricht in der 5. und 6. Klasse gemeinsam (Orientierungsstufe) - erst ab der 7. Klasse wird nach Haupt- und RealschülerInnen getrennt, die dann in einzelnen Klassen entweder zum Hauptschulabschluss oder der Mittleren Reife geführt werden. Eine weitere neue Schulart ist geplant: Die Gemeinschaftsschule. Ähnlich wie in Gesamtschulen wird hier von Klasse 5 bis 10 gemeinsam gelernt; außerdem kann eine Gemeinschaftsschule auch über eine gymnasiale Oberstufe verfügen. Im Gegensatz zu den bisherigen Gesamtschulen wird den Gemeinschaftsschulen mehr Freiheit bei der Gestaltung des Unterrichts gewährt, außerdem sollen sie sich aus bereits bestehenden Schulen entwickeln. Die bisherigen Gesamtschulen sollen bis zum Schuljahr 2010/2011 in Gemeinschaftsschulen umgewandelt werden. Die Idee klingt gut: Die Regionalschule soll Schluss mit dem zu frühen Aussortieren von Kindern auf Haupt- oder Realschule machen und das Problem der schlecht angesehenen Hauptschulen ein für allemal lösen. Die Umsetzung ist allerdings problematisch: Tatsächlich wird nur in der Orientierungsstufe (Klasse 5 und 6) der gemeinsame Unterricht verpflichtend vorgeschrieben. Danach wird in aller Regel wieder nach Schulart getrennt unterrichtet und der Wechsel vom Haupt- zum Realschulzweig entsprechend schwieriger. Hinzu kommt, dass das schlechte Image der Hauptschulen auf das der Regionalschulen abfärben könnte. Die Folge: Die künftige "Elite-Schule" Gymnasium wird mit steigenden Anmeldezahlen zu kämpfen haben. Anstatt aus dem drei- ein zweigliedriges System zu machen, sollte die Landesregierung sich lieber gleich ganz für die Gemeinschaftsschule entscheiden. Nur so kann längeres gemeinsames Lernen und Durchlässigkeit auch nach oben gewährleistet werden. |
|||||